Kulturschätze des Altenburger Landes – Neues Salonformat mit Bürgern und Bürgerinnen des Landkreises startet

Das Altenburger Land hat kulturell viel zu bieten: Denkmäler, Traditionen und Bräuche, Sprache und Dialekt, Kulinarik, Kunst und Handwerk, Land(wirt)schaft und Architektur oder auch Feste. Das kulturelle Erbe ist reich und so mancher Schatz schlummert noch im Verborgenen. 

 

Im Rahmen des TRAFO-Projekts „Der fliegende Salon“ soll sich nun in einem neuen beteiligungsorientierten Salonformat auf die Suche nach Kulturschätzen gemacht werden.

 

Gemeinsam mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Landkreises gehen Susann Seifert und Anja Fehre vom Sozialunternehmen Erlebe was geht (Farbküche und Stadtmensch) ein viertel Jahr lang auf Schatzsuche. Dabei durchstöbern sie mit drei Teams – bestehend aus jeweils sieben Kulturbegeisterten – zusammen die hiesige Landschaft und packen alles, was für die Altenburger Region wertvoll scheint, in eine Schatzkiste. Schließlich wird die Kiste geöffnet und die Kulturschätze erstrahlen auf besondere Art und Weise. 

 

Susann Seifert erklärt den Beteiligungsansatz so: „In drei definierten Gebieten im Altenburger Land, die sich an den Planungsräumen des Jugendförderplans orientieren, arbeitet jeweils ein Team an einem vorgedachten Themenkomplex. Akteure, Disziplinen, Positionen werden mutig miteinander verknüpft. So kann ein lebendiger, offener Austausch entstehen, der emotionalisiert, Räume öffnet, Gedanken freisetzt und im besten Falle die Voraussetzungen für kulturelle Innovationen schafft. Am Ende der Schatzsuche präsentierten die Teams ihre Ergebnisse, Schlussfolgerungen und Ideen in einem eigenen Salonformat einer breiten Öffentlichkeit, ergänzt Anja Fehre. 

 

Bürger und Bürgerinnen des Landkreises, die am Salonformat mitwirken wollen, können sich bis zum 25. Februar um die Teilnahme an der Schatzsuche bewerben und bilden dann mit anderen Bewerbern ein Team. Per Losverfahren sollen schließlich die Gruppen zusammengesetzt werden. Dazu ist ein Formular auf der Webseite des Fliegenden Salons (www.fliegender-salon.de) und der Erlebe was geht gGmbH (www.erlebewasgeht.org) abrufbar. Außerdem liegt es in der Farbküche (Moritzstraße 6) und im KroneZwei (Kronengasse 2) bereit zum Ausfüllen. Für ihre Teilnahme erhalten alle Mitwirkenden eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 840 Euro. 

 

Kunst- und Kulturschaffende, die sich ebenso auf den Aufruf bewerben können und nach Referenzen und Engagement ausgewählt werden, koordinieren federführend die Teams. Sie können ein Honorar in Höhe von 1.650 Euro erhalten. 

Ziel ist es, für die jeweiligen Altenburger Gebiete möglichst viele (Kultur)Schätze zu heben, diese in ihrer tradierten Form zu erkennen, sichtbar zu machen und mit künstlerischen Mitteln in die Zukunft zu transformieren, um daraus neue Perspektiven für künstlerisch-kulturelles Leben auf dem Land zu entwickeln. 

 

Eine Informationsveranstaltung zum neuen Salonformat findet am Mittwoch, 7. Februar, 19 Uhr online statt. Interessierte sind herzlich eingeladen. Der Link zum digitalen Raum ist auf der Webseite www.erlebewasgeht.org veröffentlicht. 

 

Das Projekt „Der fliegende Salon – Kulturaustausch im Altenburger Land“ wird gefördert in TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel, einer Initiative der Kulturstiftung des Bundes, sowie durch die Thüringer Staatskanzlei.